Die geplante Neugestaltung der Dörfla-Kreuzung hat einen weiteren Schritt genommen. Der Gössendorfer Gemeinderat bekannte sich in seiner Sitzung am 21. September 2026 mehrheitlich zur weiteren Verfolgung des Projekts, dass schon länger vom Land Steiermark zugesagt wurde. Für das Straßenprojekt an der B73 und L312 ist das Land Steiermark als Straßenerhalter grundsätzlich zuständig. Die Marktgemeinde Gössendorf ist in die Planungen eingebunden und soll sich an Teilen des Projekts finanziell beteiligen.
GÖSSENDORF. An der Dörfla-Kreuzung treffen mit der B73 Kirchbacher Straße und der L312 Fernitzer Straße zwei wichtige Verkehrsachsen aufeinander. Für das eigentliche Straßenprojekt ist das Land Steiermark als Straßenerhalter zuständig. Die Marktgemeinde Gössendorf ist allerdings seit mehreren Jahren eng in die Planungen eingebunden, da auch Gemeindestraßen, Geh- und Radwege sowie Maßnahmen im unmittelbaren Kreuzungsumfeld betroffen sind.
Bereits seit 2021 laufen konzeptionelle Planungen, die gemeinsam mit dem Land abgestimmt wurden. Die Verkehrsplanung wurde vom Land Steiermark in Auftrag gegeben. Gössendorf muss sich jedoch an den Planungskosten beteiligen. Nach Angaben von Bürgermeister Gerald Wonner sind für die Gemeinde mittlerweile rund 42.000 Euro an Planungskosten angefallen.
Noch kein Bau- oder Finanzierungsbeschluss
Wesentlich ist, was mit dem nun gefassten Grundsatzbeschluss nicht beschlossen wurde: Es gibt damit weder einen Baubeschluss noch eine endgültige Zusage über einen bestimmten finanziellen Beitrag der Gemeinde.
Der Gemeinderat bekennt sich vielmehr grundsätzlich dazu, das gemeinsam mit dem Land entwickelte Projekt weiterzuverfolgen. Wonner verwies in der Sitzung darauf, dass trotz der bereits laufenden Planungen und der finanziellen Beteiligung der Gemeinde bislang leider noch immer keine konkrete Vereinbarung oder ein Fördervertrag mit dem Land Steiermark für das Gesamtprojekt vorliegt.
Der Grundsatzbeschluss soll daher auch die Position der Gemeinde gegenüber dem Land stärken. Ziel ist es, im nächsten Schritt eine verbindlichere Vereinbarung über Projektumfang, Finanzierung und Kostenaufteilung zu erreichen.
Gut zwei Millionen Euro als derzeitige Kostenschätzung
Für das Gesamtprojekt liegt derzeit eine grobe Kostenschätzung von gut zwei Millionen Euro vor. Diese umfasst neben dem eigentlichen Kreuzungsumbau unter anderem Abbiegespuren, eine Ampelanlage, sichere Querungsmöglichkeiten, Geh- und Radwege sowie weitere Maßnahmen im Kreuzungsumfeld.
Auf Basis der derzeitigen Annahmen wird für Gössendorf mit einem Anteil von ungefähr 700.000 Euro gerechnet. Dabei handelt es sich ausdrücklich um eine erste Schätzung und nicht um einen bereits beschlossenen Gemeindeanteil. Weder liegen endgültige Ausschreibungspreise vor, noch ist die Kostenaufteilung mit dem Land abschließend vereinbart.
Genau darüber möchte die Gemeinde nun weiter verhandeln. Wonner kündigte an, beim Land auf eine schriftliche Vereinbarung und eine genauere Regelung der Kostenaufteilung zu drängen. Auch der derzeit angenommene Aufteilungsschlüssel soll noch einmal Thema der Verhandlungen sein.
Einreichplanung bereits weit fortgeschritten
Die vom Land beauftragte Einreichplanung ist mittlerweile weit fortgeschritten. Derzeit geht es noch um Detailfragen, unter anderem bei der Entwässerung. Auf Basis der fertigen Planung soll anschließend das notwendige Genehmigungsverfahren folgen.
Erst danach wird die tatsächliche Umsetzung des Straßenprojekts konkreter. Für die finanziellen Beiträge der Gemeinde werden daher noch weitere Entscheidungen und Beschlüsse notwendig sein.
Warum eine Ampel und kein Kreisverkehr?
In der Gemeinderatssitzung wurde auch die immer wieder diskutierte Frage angesprochen, warum an der Dörfla-Kreuzung kein Kreisverkehr vorgesehen ist.
Laut den Ausführungen in der Sitzung wurde diese Variante von den zuständigen Experten des Landes und den Verkehrsplanern verworfen. Ein Kreisverkehr würde wesentlich mehr Fläche und zusätzliche Grundstücke benötigen.
Ein besonders wichtiger Punkt ist zudem die sichere Querung der B73 und L312 für Fußgänger und Radfahrer. Auch die unterschiedlich starken Verkehrsströme auf den einzelnen Zufahrten spielen eine Rolle. Insbesondere bei starkem Verkehr in Richtung Graz wäre das Einfahren aus schwächer belasteten Zufahrten bei einem Kreisverkehr problematisch.
Mehrheit für weitere Verfolgung des Projekts
Mit dem Grundsatzbeschluss hat der Gemeinderat somit noch keine Entscheidung über den tatsächlichen Bau oder einen Gemeindeanteil von rund 700.000 Euro getroffen. Beschlossen wurde vielmehr das grundsätzliche Bekenntnis zur weiteren Verfolgung des Projekts.
Der Grundsatzbeschluss wurde mehrheitlich mit einer Gegenstimme angenommen.
(* SPÖ & FPÖ geschlossen dafür – ein anwesender ÖVP Gemeinderat dagegen)
Als nächste Schritte stehen die Fertigstellung der Planungen sowie weitere Gespräche mit dem Land Steiermark über die konkrete Ausgestaltung, Kostenaufteilung und Finanzierung des Projekts an.
Anmerkung: Diese Zusammenfassung wurde mittels KI erstellt um damit den Sitzungsverlauf möglichst neutral wiederzugeben. Ausschließlich die mit * und Kursiv markierte Stelle wurde ergänzt.