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Sicherheit
Verkehr
Bewertung Projekt Radarmessung für Gössendorf
Sicherheitsgemeinderat Johannes Ulrich – Stand 15.10.2021
Radarmessungen am Beispiel Hitzendorf
- Tempomessungen an über 40 Stellen im Ort vorab durch Gemeinde Hitzendorf – Hitzendorf hat 6,8-mal die Fläche von Gössendorf und auch ein Vielfaches von Straßen
- An vielen Stellen war das subjektive Tempo höher als dann der Anteil der Übertretungen, 20 Stellen wurden von der Gemeinde ausgewählt, an denen eine Radarmessung aufgrund einer Häufung von Tempoübertretung sinnvoll argumentiert werden konnte.
- Beauftragung Kuratorium für Verkehrssicherheit mit der Evaluierung der Standorte (Kosten 5.300 €) – könnte auch ein anderer Verkehrsplaner sein.
- Info vom Kuratorium war direkt, dass einige Standorte sicher nicht in Frage kommen, diverse Kriterien wie eine konkrete Gefahrenstelle, Schule/Kindergarten müssen vorhanden sein.
- Mit Herstellerfirma wurde die Möglichkeit der Messung am Standort evaluiert (Winkel, Hügel usw.) und die Stellen weiter reduziert.
- Anzahl der Fahrzeuge pro Tag sollte als absolutes Minimum um die 1.000 pro Tag sein, bei paar Hundert nicht sinnvoll und auch keine Erlaubnis von BH zur Aufstellung.
- Schlussendlich Termin bei BH, von den 20 Standorten wurden 7 genehmigt (Anzahl Fahrzeuge + klare Gefahrenstelle vorhanden – also 7 von ursprünglich 40 (!).
- Vertrag mit der Polizei ist notwendig (Prüfung der Überschreitung vor Weiterleitung an BH)
- Aufstellung an den 7 Standorten von Radarkästen mit einer (!) Kamera, die zwischen den Standorten wechselt, d.h. nur ein Radarkasten ist auf einmal aktiv
- Gesamtkosten 300.000 € für am Ende 7 Kästen in Hitzendorf mit einer Kamera werden über mehrere Jahre aufgeteilt von der Gemeinde bezahlt
- Strafe minus Verwaltungsaufwand bekommt der Straßenerhalter (5 Standorte in Hitzendorf sind auf Gemeindestraßen und 2 auf Landesstraßen)
- Aufwand BH/Land durch die 2 Standorte Landesstraße abgedeckt (2/7 des Jahres wird dort geblitzt und erhält Land Einnahmen)
- Durch 5/7 der Zeit Einnahmen auf Gemeindestraßen für Hitzendorf insgesamt nach einigen Jahren Kosten wieder drinnen bzw. Einnahmen laut Prognose höher als dann die Miete
Was das für Gössendorf bedeutet
- Radargeräte nur auf Bundes- und Hauptstraße sinnvoll möglich sowie Gemeindestraße Lindenstraße zwischen Haupt- und Bundesstraße, sonst überall unter 1.000 Fahrzeugen pro Tag
- Bei Lindenstraße würde sich die Frage stellen, wo/wie gegenüber der BH eine konkrete Gefahrenstelle argumentiert werden könnte
- Daher wären kaum oder keine Einnahmen für Gemeinde zu erwarten, aber alle Kosten für das Projekt Radarmessung, die Geräte und Wartung/Instandhaltung/Miete.
- Radarmessungen als Projekt durch die Gemeinde aktuell in Gössendorf daher nicht sinnvoll abbildbar.